Tierschutz KOSMETIK-COUP

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Großen Erfolg können Tierschutzorganisationen und verantwortungsbewusste Kosmetik-Nutzer verbuchen.

Im März, um genau zu sein am 11.03.2013, wird das EU-weite Verbot von Tierversuchen für Kosmetik sowie das Verkaufsverbot von an Tieren getesteter Kosmetika und deren Inhaltsstoffe in Kraft treten.

Strenge Regeln

Weder fertige Produkte, noch deren Prototypen oder Inhaltsstoffe dürfen dann in Tierversuchen von Personen, die Kosmetika in der EU verkaufen wollen, getestet werden. Diese Richtlinie ist ab dann weltweit gültig. Bereits seit 2004 gilt eigentlich ein Verbot, Kosmetik an Tieren zu testen. Allerdings war das Gesetz lückenhaft. Firmen wichen auf Drittländer aus und führten ihre Versuche einfach dort fort. Der darauf folgende Import der Produkte blieb ungestraft, denn er war nicht untersagt. 2003 trat die insgesamt bereits siebte Änderung der 40 Mal angepassten Kosmetikrichtline in Kraft. Diese Richtlinie untersagte einerseits, Endprodukte oder einzelne Bestandteile an Tieren zu testen. Außerdem war ein Importverbot vorgesehen, das Verbot, an Tieren getestete Produkte innerhalb der EU zu verkaufen. Diese Vorhaben wurden schrittweise umgesetzt, um ausreichend Zeit zu schaffen: Alternativen zu Tierversuchen sollten entwickelt und getestet werden können. Ebenfalls sah die Richtline aber auch vor, dass sie nach 10 Jahren automatisch in Kraft tritt – unabhängig davon, ob Alternativmethoden bis dahin gefunden worden waren oder nicht. Nun ist es also soweit: Die Verordnung wird zum Tragen kommen, ganz ohne Verzögerung! Das Greifen der Richtlinie ist der Verdienst engagierter Tierschützer wie z.B. „Ärzte gegen Tierversuche e.V.“ oder „Vier Pfoten“, die sich um fast mehr als eine Viertel Million Unterschriften bemüht und beim EU-Parlament in Brüssel eingereicht haben.

Pinseln mit gutem Gewissen

So einfach ist es gar nicht, Schminkutensilien beziehungsweise Kosmetika, die nicht an Tieren getestet wurden, zu beziehen – oder doch? An und für sich ist es heutzutage ja kein großes Problem mehr, tierversuchsfreie Produkte zu kaufen, scheint zumindest so. Denn leider wird gerade in diesem Bereich sehr viel Kundentäuschung betrieben. Ja, viele Endprodukte sind frei von Tierversuchen. Aber was uns nicht gesagt wird: Eine Reihe an Inhaltsstoffen werden sehr wohl noch immer an Tieren getestet. Eine Orientierungshilfe zu den wichtigsten Natur- und Bio-Kosmetiksiegel:

Um das Gütesiegel „Biokosmetik“ zu erhalten, müssen mindestens 95 Prozent der Naturstoffe aus Bio-Anbau kommen.

Naturkosmetik-Siegel sind Güte-Siegel für eine Kosmetik auf der Basis von garantiert natürlichen Inhaltsstoffen, oft mit hohem Anteil an biologisch-dynamisch angebauten Rohstoffen, entwickelt und getestet ohne Tierversuche, produziert im schonenden, an natürliche Prozesse angelehnten Herstellungsverfahren.

Austria Bio Garantie Das Non-Profit-Unternehmen ist Österreichs führende Bio-Kontrollstelle. Zertifiziert werden etwa landwirtschaftliche und gastronomische Betriebe, Lebensmittel, Reinigungsmittel bis hin zu Kosmetika. Findet man das „ABG“-Siegel auf Bio-Kosmetik, so bedeutet das: Tierversuchsfreiheit, keine synthetischen Stoffe, dafür mindestens 95 Prozent der Naturstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau. www.abg.at

BDIH Dieses Siegel für Naturkosmetik wird vom Bundesverband Deutscher Industrie- und Handelsunternehmen für Arzneimittel, Reformwaren, Nahrungsergänzungsmittel und Kosmetische Mittel vergeben. Die Rohstoffe für ein zertifiziertes Produkt müssen weitgehend aus biologischem Anbau oder von kontrollierten Wildsammlungen kommen. Synthetische Farb- und Duftstoffe, sowie Silikone und Paraffine sind tabu. Ebenso Tierversuche und Rohstoffe toter Tiere (z.B. Nerzöl). www.bdih.de

Ecocert Der französische Kontrollverband Ecocert zertifiziert auf zwei Arten. Ein Kosmetikum muss zu mindestens 95 Prozent aus natürlichen Inhaltsstoffen bestehen. Trägt ein Produkt das Siegel „Natürliche und biologische Kosmetik“, so müssen mindestens 95 Prozent der Pflanzenstoffe aus biologischem Anbau kommen. Beim weniger strengen Siegel „Natürliche Kosmetik“ müssen mindestens 50 Prozent der Pflanzenstoffe bio sein. www.ecocert.com

NaTrue Führende europäische Naturkosmetikfirmen (z.B. Dr. Hauschka, Weleda und Lavera) haben sich zu diesem Verband zusammengeschlossen. NaTrue vergibt je nach Qualität drei Siegel. Das Logo „Naturkosmetik“ bedeutet, dass die Inhaltsstoffe eines Produktes natürlichen Ursprungs sind. Das Logo „Naturkosmetik mit Bioanteil“ dürfen nur Kosmetika tragen, bei denen mindestens 70 Prozent der natürlichen Inhaltsstoffe aus kontrolliert biologischer Landwirtschaft.

Hase mit schützender Hand Dieses Siegel wird vom „Internationalen Herstellerverband gegen Tierversuche in der Kosmetik“ (IHTK) vergeben. Es dürfen keine Rohstoffe verwendet werden, die nach dem 1. Januar 1979 an Tieren getestet wurden. Auch bei der Herstellung neuer Wirkstoffe dürfen keine Tiere leiden oder sterben. www.ihtk.de

Leaping Bunny Das Logo mit dem springenden Häschen stammt von der „Coalition for Consumer Information on Cosmetics“ (CCIC). Die Kosmetik-Hersteller verpflichten sich für die Lizensierung u.a., keine Tierversuche durchzuführen oder in Auftrag zu geben. Als Richtlinie dient der “Humane Cosmetics Standard”, der “Standard für tierversuchsfreie Kosmetik”, der von internationalen Tierschutzorganisationen, darunter auch die Vier Pfoten Österreich.

 

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