Den Beginn der Weihnachtszeit verbrachte ich im Pustertal. Das Hotel Solvie hat zu einer Pressereise eingeladen und ich durfte mich auf ein erst vor fünf Monaten neu eröffnetes Hotel sowie auf ein Programm freuen, das luxuriöse Wellness, feinste Kulinarik und ruhige Momente der Besinnung versprach.
Schon bei der Ankunft mit dem Zug in Franzensfeste glitzerte der erste Schnee auf den Gipfeln, und je näher wir dem Pustertal kamen, desto klarer wurde: Der Winter hat hier seinen eigenen Zauber. Kein Après-Ski, sondern eine gelassene Eleganz. Genau dieses Gefühl begleitete mich später auch durch meinen Aufenthalt im Solvie – dem jüngsten Haus der Winklerhotels.
Ein Haus, das Sonne und Leben verspricht




Der Name ist hier Programm: Sol wie Sonne, Vie wie Leben. Und tatsächlich spürt man beim Betreten sofort dieses warme, herzliche Gefühl. Das Hotel wurde erst im Sommer 2025 eröffnet: modern, großzügig, ruhig – mit viel Holz, Naturstein und Räumen, die so offen und klar gestaltet sind, dass man automatisch langsamer wird. Dass das Solvie Teil der Winklerhotels ist, merkt man an der Handschrift: hochwertig, persönlich und unaufgeregt. Gleichzeitig bringt das neue Haus etwas Leichteres, Achtsameres in die Gruppe. Während der Lanerhof eher familiär, das Purmontes privat-luxuriös und das Hotel Winkler aktiv ausgerichtet ist, wirkt das Solvie wie ein Ruhepol und reiht sich hervorragend in die Gruppe ein.
Ankommen, abtauchen, abschalten
Nach der Anreise freute ich mich besonders auf einen gemeinsamen Welcome Drink – winterlich mit Zimt, Anis, Nelken, Apfelwein und getrockneten Orangen – in entspannter Atmosphäre, um meine Mitreisenden und vor allem das Hotel und die Menschen dahinter kennenzulernen. Der wohl jüngste Hoteldirektor, Niklas Maier, und Nadia Mairvongrasspeinten, welche für das Marketing zuständig ist, stellten uns das Hotel mit all seinen Besonderheiten vor. Während des netten Kamingesprächs bekamen wir ein winterliches vegetarisches Flying Buffet zu kosten. Besonders lecker waren die hausgemachten Nudeltaschen mit Blumenkohl und dunkler Schokolade – was für eine gelungene Kombination. Die beiden berichteten von den wenigen, anfänglichen Stolpersteinen kurz vor der Eröffnung, der Intention hinter dem Solvie sowie von dem jungen und motivierten Team.
Von dort ging es zum Abendessen: Ein sehr gut ausgesuchtes Salatbuffet leitete das Gourmet-Dinner ein. Das Menü besteht im Solvie jeden Abend aus fünf verschiedenen Gängen, die man sich individuell aus der Tageskarte zusammenstellen kann. Oft fällt die Entscheidung schwer, denn die Auswahl klingt zu verlockend. Ein kleiner Auszug daraus: Gebratene Polenta mit Pilzragout, Steinpilz-Cappuccino-Suppe, Mezze Maniche à la Cacio e Pepe mit Trüffel, Goldbrassenfilet auf einer Erbsencreme mit Fenchel und zum Nachtisch ein French Toast mit Pflaume und Nougat. Kulinarisch begann der Aufenthalt also schon einmal mehr als gelungen. Die genau richtig großen Portionen ließen jeweils Platz für die nachgehenden Gänge und so saßen wir in bester Unterhaltung zusammen und genossen den Abend vollends. Bei Live-Musik ließen wir das Kennenlernen amüsiert in der Lobby ausklingen.


Ruhe und Licht
Das Solvie lädt zur Entspannung ein. Der großzügige Spa-Bereich wirkt wie ein Ort, an dem die Zeit anders fließt. Zwischen Onsen-, Sky- und Infinitypool, verschiedenen Saunen und großzügigen Ruheräumen könnte man problemlos einen ganzen Tag verbringen. Kein Wunder, dass Bewegung und Entspannung hier gleichermaßen im Mittelpunkt stehen: Von Yoga und Achtsamkeitswalks bis hin zu Saunazeremonien wird den Gästen täglich ein abwechslungsreiches Programm geboten. Und die Show-Aufguss-Events in der Sauna sind wirklich besonders: bei abgedunkelten Fenstern wird passend zu der Performance der ein bis drei Saunameister:innen Musik gespielt.
Ein persönliches Highlight war für mich die Yin-Yoga-Stunde mit Sound Meditation bei der Gast-Yogalehrerin Anne-Katrin Feldkamp (nach einem Nachmittag im Spa). Die Kombination aus sanften Asanas und tiefen Klangschwingungen hat einen Moment geschaffen, in dem ich besonders abschalten konnte – körperlich wie mental.
Auch im täglichen Aktiv- und Wellnessprogramm spürt man den achtsamen, modernen Anspruch: voller Möglichkeiten, aber nicht überladen. Dazu passt auch das Publikum des Hotels. Die Gäste sind überraschend jung, sportlich, aktiv – Menschen, die Ski fahren, wandern, saunieren oder Yoga machen, ohne dass es nach Lifestyle klingt. Ein natürlicher Mix aus Bewegung, Genuss und bewusster Entspannung. Natürlich werden den Gästen auch eine Vielzahl an Massagen und Körper- sowie Gesichtsbehandlungen geboten.




Wundervolle Details und ein Fokus auf Achtsamkeit
Wir begannen einen Morgen in den frühen und kalten Stunden mit einem Achtsamkeitswalk durch die umliegenden Landschaft. An verschiedenen Stellen sind wir stehen geblieben und haben bewusst innegehalten, Atem- und Paarübungen gemacht, die uns in das Hier und Jetzt bringen sollten. Auch wenn es zugegebenermaßen etwas Überwindung kostete, so früh aufzustehen, waren wir uns im Anschluss alle einig, dass der Morgen so nicht hätte besser starten können. Am nächsten Tag haben wir eine geführte Wanderung durch die Schneelandschaft des Hausbergs genossen. Pro Tag gibt es in den Winklerhotels mehrere geführte Wanderungen, sodass es selbst für wiederkehrende Gäste nie langweilig wird.



Genuss – verwöhnend, sinnlich und besonders
Die Kulinarik blieb durchgehend köstlich, kreativ zubereitet und abwechslungsreich. Ob der „Sensual Healthy Lunch“ oder das Gourmet-Dinner: Die Küche trifft genau den Punkt zwischen Raffinesse und Wohlfühlgenuss. Der Morgen beginnt mit frisch gepressten Säften und einer Auswahl, die Fans gesunder Ernährung glücklich macht: Vom frischen Frühstücksomlette bis hin zum Egg Benedict mit Avocado bleibt den Gästen kein Wunsch unerfüllt. Eigens hergestelltes Knäckebrot, eine große Auswahl an Marmeladen, Brotaufstrichen und Käsesorten lassen die Feinschmeckerherzen höher schlagen.
Dieses Gefühl wird stark vom Team getragen. Die Mitarbeitenden sind auffallend herzlich und professionell – viele aus Südtirol und seit Jahren in der Region verwurzelt. Man spürt, dass sie gerne hier arbeiten: in ihren Worten, in ihrem Tempo, in der Art, wie sie Präsenz zeigen, ohne zu überfrachten. Selten habe ich ein Hotel erlebt, in dem die Atmosphäre so klar vom Team geprägt wird.
Der Barchef ist noch keine 30 Jahre alt und bringt neben den klassischen Drinks einen jungen Touch in die Getränkekarte. Wir wurden zu einem alkoholfreien Digestif-Tasting eingeladen, bei dem wir verschiedenste Drinks kosten durften mit Zutaten wie weiße Beete, Mandarine, Basilikum und Hopfen, bis hin zu Gewürzen wie Sichuan-Pfeffer.
Auch Nachhaltigkeit ist hier kein dekorativer Zusatz, sondern ein integraler Bestandteil. Die Architektur setzt auf natürliche Materialien, die Zimmer sind großzügig und klar; dazu wird der Strom großteils von einer hauseigenen Photovoltaikanlage abgedeckt, ergänzt wird dieser durch erneuerbare Energiequellen. Selbst die Pflegeprodukte folgen dem Cradle-to-Cradle-Prinzip – ein Detail, das zeigt, wie hier gedacht wird. Zudem wird komplett auf Plastik verzichtet und dafür der Fokus auf die Region gelegt.
Und dann gab es diese kleinen detailbehafteten Momente, die den Aufenthalt besonders machten. Zu Beginn der Adventszeit durften wir unseren eigenen Adventskranz binden – Zweige verschiedener Nadelbäume, bunte Kerzen und üppige Schleifen. Ein konzentriertes Werkeln oder anders: ein Erlebnis, das lange nachhallt und Zuhause weiterhin Freude bereitet. Der Workshop wurde von der hauseigenen Floristin gehalten, was, wie ich finde, auch besonders ist, denn im Solvie gibt es einen eigenen kleinen Blumenladen, bei dem Gäste für die Zeit nach ihrem Aufenthalt einkaufen können.



Winterwelt rund um den Kronplatz


Auch außerhalb des Hotels zeigt sich die Lage als Geschenk: Der Kronplatz – Südtirols modernstes Skigebiet – liegt direkt vor der Tür, verbunden mit einem hoteleigenen Shuttle. 121 Pistenkilometer, urige Hütten, Snowparks und ein Panorama, das man kaum sattsehen kann. Und für alle, die keine Ski anschnallen möchten: Winterwanderungen, Langlauf im Dolomiti Nordicski, Schneeschuhwanderungen oder Reitstunden im hauseigenen Reitstall erweitern die Tage um viele stille, schöne Optionen.
Nach drei intensiven und zugleich entspannenden Tagen bleibt vor allem dieses Gefühl: Das Solvie ist ein Ort, der Energie gibt und Ruhe schenkt. Ein Haus, das nichts laut macht und trotzdem wirkt. Ein Ort, an dem man das Leben, selbst im Winter oder vielleicht gerade dann, ein Stück klarer sieht.
Vielen Dank an Chris Götz von Biss PR und das Hotel Solvie für diese tollen Tage.
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Bildcredits: Cécile Meier, Bild Sauna: ©Isaiovaldi